Literatur über Alfred Delp

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Zuletzt erschienen: 

Peter Kern (HG)

Alfred Delp - Ein Leben für die kommende Welt. Zum 80. Todestag

Alfred-Delp-Jahrbuch Bd. 14/2025, 231 S.

ISBN 948-3-643-15647-1 (br.)

ISBN 948-3-643-35647-5 (PDF)

Peter Kern (HG)

Alfred Delp - Früchte der Hoffnung

Alfred-Delp-Jahrbuch Bd. 13/2023, 231 S.

ISBN 978-3-643-15166-7 (br.)

ISBN 978-3-643-35166-1 (PDF)

Peter Kern (HG)

Alfred Delp - Ein Zeugnis, das bleibt. Zum 75. Todestag

Alfred-Delp-Jahrbuch , Bd. 11 Band 11-12/2020, 490 S.

ISBN: 978-3-643-14446-1 (br.)

ISBN 978-3-643-34446-5 (PDF)

Rezension von  Gotthard Fuchs 

Aus: „Christ in der Gegenwart“ vom Herder Verlag, vom 14.3.2021  

Die mehr als 50 sehr vielgestaltigen Beiträge aus Politik, Wissenschaft und Kirche lassen ein buntes Panorama des Eingedenkens entstehen und machen zugleich auf dessen blinde Flecken und Schwachstellen aufmerksam. Einige Beiträge formulieren persönliche Erinnerungen an Delp, auch sein Patensohn und zwei seiner Neffen kommen zu Wort. Einige nehmen goldene Worte aus Delps riesigem Werkfragment zum Aufhänger, um eigene spirituelle Gedanken zu entfalten. Andere graben tiefer in Delps Denken und Leben selbst, und schon deshalb gehört dieser Band fortan zur Pflichtlektüre aller, die sich für diesen unbequemen Jesuiten und durchaus politischen Theologen Delp interessieren. 

Wichtig ist zum Beispiel die Untersuchung von Hans Rüdiger Schwab zu Delps These von der „Gottunfähigkeit“ des modernen Menschen. Eine vergleichbare Studie zu seinem Verständnis von Bürgerlichkeit steht noch aus, immerhin ist er ja der erste katholische Theologe, der die bürgerliche Gefangenschaft seiner real existierenden Kirche auf den Punkt gebracht hat. Seine „politische Theologie des Advents“ (Claus Sedmak) ist aktueller denn je. Das zeigt beispielhaft etwa Johannes Panhofers Aufsatz „Flüchtlinge als Gnadengabe“. 

Wichtig sind auch die Beiträge der Jesuiten Batlogg und Schatz, die Delps umstrittene Stellung im eigenen Orden beleuchten. Immerhin hat ja die Gesellschaft Jesu als ganze bisher erstaunlich wenig dazu getan, ihr Mitglied offensiv zu Ehren zu bringen. Dazu ist ein Beitrag „von außen“, aus der Feder des Berliner Fachmanns Wolfgang Benz, besonders erhellend. Heinrich Bedford-Strohm und Andreas Schaller erinnern nachdrücklich an die damalige oecumene in vinculis, die selbstverständlich gelebte Ökumene im Gefängnis, und damit an noch heute kaum eingelöste Hoffnungen. Der ökumenisch ausgerichteten Alfred-Delp-Gesellschaft kann man nur viele Unterstützerinnen wünschen – jetzt, da auch US-Präsident Joe Biden als Verehrer Delps bekannt geworden ist, erst recht. 

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